Landsgemeinde Appenzell Innerrhoden 2013
Mangel an attraktiven Versuchungen ist der sicherste Garant der Treue –
das gilt nicht nur in der Ehe, das gilt auch unter Bundesgenossen.
Nicht nur die rhetorisch spannende Eröffnungsrede von Carlo Schmid-Sutter war einen Besuch der Landsgemeinde heute in Appenzell Innerrhoden wert.
In einem Umzug, angeführt natürlich von der Musikgesellschaft Harmonie Appenzell sind die beteiligten Personen zum Platz marschiert. Darunter neben der Regierung auch Vertreter jener Stände, die vor 500 Jahren in Zürich den Bundesbrief mit den Appenzeller Vorfahren unterzeichnet haben (Zürich, Bern, Luzern, Uri, Schwyz, Obwalden und Nidwalden, Glarus, Zug, Freiburg, Solothurn, Basel und Schaffhausen) und die St. Galler Regierung als Nachbar.
Spannend war vor allem die Wahl des Amt des stillstehenden Landammanns. Nach zwei Abstimmungen per Handaufheben mussten die Stimmen ausgezählt werden. Das Resultat zeigt, dass die Auszählung berechtigt war, mit 33 Stimmen mehr wurde Roland Inauen in die Regierung gewählt.
Die weiteren Ergebnisse der Landsgemeinde können dem Ergebnisprotokoll entnommen werden.
Alles in allem ist die Landsgemeinde Appenzell Innerrhoden ein interessanter Anlass, ein Stück Kultur und allen zum Besuch empfohlen. So funktioniert Basisdemokratie.
Nach heute liegt mein letzter Besuch einer Landsgemeinde in Appenzell wohl etwa um 1989/90. Ich kann mich erinnern, dass sich die Appenzeller damals noch gegen das Frauenstimmrecht gewehrt haben...
Aus aktuellem Anlass: Staatstrojaner (GovWare) kurz erklaert
Der Bundesrat beschäftigt sich ja aktuell wieder mit dem Überwachungsgesetz (BÜPF), die Piraten haben dazu bereits Stellung genommen. Unter anderem ist der Staatstrojaner wieder ein Thema, vom Staat jetzt liebevoll "GovWare" genannt. Zu diesem Anlass soll dieses Video kurz aufzeigen wie ein Staatstrojaner funktioniert und was das Problem dabei sein wird.
Timelapse Video: Transport von anderer Grössen
Zwar "nur" ein Video aber endlich mal wieder ein Beitrag auf diesem Blog.
Ein faszinierendes Timelapse Video des Transports des Space Shuttle Endavour durch Los Angeles. Man stelle sich ein Transport in dieser Grösse durch unsere schweizer Strassen und Dörfer vor...
Alex for President!
Die meisten haben es bestimmt schon mitbekommen. Ich werde in Eichberg, wo ich aufgewachsen bin, für das Amt des Gemeindepräsidenten kandidieren. Die Zeichen stehen gut. So wurde ich als einziger Kandidat von der überparteilichen Findungskommission vorgeschlagen und die FDP sowie die SP stehen hinter meiner Kandidatur.
Für den Wahlkampf habe ich eine persönliche Seite erstellt, schaut sie euch mal an. Dort gibt's noch weitere Informationen.
Wer schon alles weiss, ist unfrei
Die Kulturlandsgemeinde ist ein jährlicher Kulturanlass und greift aktuelle gesellschaftliche Fragen auf und erforscht diese mittels verschiedener Formen. In diesem Jahr hat sich die Kulturlandsgemeinde am 5. und 6. Mai dem Thema Freiheit angenommen. Die daraus entstandene Sendeschrift möchte ich euch nicht vorenthalten und veröffentliche sie deshalb hier auf meine Blog.
Wer sich den Text lieber vorlesen lassen möchte, kann sich die Verlesung der Sendeschrift 2012 auf art-tv.ch ansehen.
Alles spricht von Freiheit. Freiheit ist ein grosses Wort. Und wer am lautesten von Freiheit redet, hat allzu oft nur seine eigene Freiheit im Sinn. Wir, die Kulturlandsgemeinde von Appenzell Ausserrhoden , haben uns versammelt , um über Freiheit nachzudenken in freier Rede, selbstkritisch und in heiligem Ernst. Und sind dabei an kein Ende gekommen. Darum nehmen wir uns die Freiheit, Einsichten zu sammeln und Fragen zu stellen.
1. Vom freien Willen
Der Mensch ist das Wesen mit freiem Willen. Sein Drang nach Freiheit ist so stark, dass er sich wehrt, wenn die Unfreiheit allzu gross wird. Das zeigen die jüngsten Befreiungsbewegungen in den arabischen Ländern und anders wo , wo die Menschen sich aus ihrer nicht selbstverschuldeten Unmündigkeit befreien. Keine Frage: Ihnen gilt unsere höchste Achtung, im Wissen darum, dass es ein Privileg ist, frei über Freiheit reden zu können. Und als Erinnerung daran, wie viel Freiheit wir haben.
2. Im Innersten frei
Der Mensch ist frei von Natur. Er ist nicht Sklave seiner Gene und seiner Herkunft – vielmehr haben unser Verhalten und unsere Umwelt ihrerseits Einfluss auf die Gene. Das ist die atemberaubende Erkenntnis der heutigen Biologie: Jede und jeder ist für sich selbst verantwortlich. Wir alle müssen unsere ganz eigenen Antworten auf die Freiheitsfrage finden – immer in Bezogenheit zu den anderen. Diese Verantwortung kann uns niemand abnehmen.
3 . Freiheit hat Grenzen
Die Freiheit des einen endet dort, wo die Freiheit der andern anfängt. Das zwingt die Gesellschaft dazu, unablässig Kriterien und Werte der Freiheit und der Rechtsordnung neu auszuhandeln. Freiheit ist ein Prozess, der nie aufhört. Und Freiheitsgewinn hier bedeutet stets auch Freiheitsverlust dort. Die Erfahrung zeigt: Je mehr Macht, desto schamloser der Freiheitsanspruch auf Kosten anderer. Kümmern wir uns um die Freiheit der weniger Mächtigen. Die Stärke eines Volkes misst sich am Wohl der Schwachen .
4 . Schwierige Gleichheit
Keine Freiheit ohne Gleichheit. Da beginnen die Probleme. Jeder Mensch ist einzigartig, und die Stärke einer Gesellschaft ist ihre Vielfalt. Aber oft wir damit und im Namen der Freiheit die stossendste Ungleichbehandlung gerechtfertigt. Wir fragen: Was muss geschehen, damit ein Leben in Würde und Freiheit kein Luxus bleibt, sondern allen offensteht? Die Antwort ist politisch, sie heisst zum beispiel: Umverteilung.
5. Frei und sicher
Freiheit klingt gut. Aber fragt man: Freiheit oder Sicherheit? – dann entscheiden sich viele für die Sicherheit , persönlich wie polizeilich. Freiheit kann Angst machen. Für ihre Freiheit nehmen nicht nur freischaffende Künstlerinnen und Künstler in Kauf, ohne Absicherung und knapp bei Kasse zu sein. Freiheit kann maximale Entfaltung ermöglichen, Freiheit kann die pure Lust sein, aber auch im freien Fall enden.
6. Frei und gefangen im Netz
Bedeuten die neuen Medien die totale Freiheit? Wir fragen kritisch. So viel Freiraum das Internet für alle eröffnet, so sehr macht es uns zugleich kollektiv überwacht und individuell einsam. Wer bloss klickt, bleibt anonym und unverbindlich. Meinungsbildung bedingt Auseinandersetzung und Differenzierung. Unsere Welt braucht Orte des realen und öffentlichen, nicht nur virtuellen Aushandelns. Twittern wir nicht bloss über Freiheit – sondern reden wir weiter davon!
7. Vom freien Lernen
Wer schon alles weiss, ist unfrei. Freies Denken rechnet mit dem Undenkbaren. Das beginnt bei den Kindern: Sorgen wir dafür, dass sie in den Schulen nicht nur fertiges Wissen vorgesetzt bekommen, sondern selbstermächtigt das Lernen lernen und das Staunen bewahren. Die Gesellschaft ändert sich rasant und mit ihr unser Mass an Freiheit. Das wirft viele Fragen auf. Eine Antwort heisst: selber denken lernen. Selber denken schärft die Urteilskraft und befähigt zu freiem Handeln.
Videoempfehlung: Werbung “dramatic surprise”
Das ist mal eine wirklich gelungene Form der Werbung, die wohl allen Beteiligten in Erinnerung bleibt. Und dieses Video dazu wurde schon über 15 Millionen male angeklickt.
Piratenpartei SG AR AI – Jahresbericht
Vor kurzem fand die jährliche PV (Piratenversammlung) der Piratenpartei St. Gallen und beide Appenzell statt. Hierzu gehört immer auch der Bericht des Präsidenten, den ich hier veröffentliche.
Jahresbericht des Präsidenten der Piratenpartei St.Gallen und beide Appenzell, vom 12.11.2011 bis März 2012
Gründung - 12.11.2011
Am 12.11.2011 trafen wir uns zur Gründung der Sektion St. Gallen und beide Appenzell der Piratenpartei. Es waren 19 Gründungsmitglieder sowie Besucher der nationalen Piratenpartei anwesend.
Ausserordentliche PV - 10.12.2011
Bereits vier Wochen nach der Gründung wurde die erste ausserordentliche PV durchgeführt. Einerseits um Anpassungen an den Statuten vorzunehmen, andererseits wurden bereits erste Nominationen für die Kantonsratswahlen durchgeführt, wobei ein Neumitglied von der Versammlung nicht nominiert wurde.
Kantonsratswahlen St. Gallen 2012
An einer Nominationssitzung wurden die weiteren Kandidaten für die Kantonsratswahlen am 05.01.2012 durch den Vorstand gewählt. Im Wahlkreis St. Gallen wurden sieben, für den Wahlkreis Wil drei Kandidaten aufgestellt.
Der anschliessende Wahlkampf war sehr turbulent. In der kurzen Zeit, die zur Verfügung stand wurden Aktivitäten am Stammtisch, an Wahlkampfsitzungen und via erstellter Mailingliste diskutiert. Einiges an Material wurde so erarbeitet oder ist auch durch Eigeninitiative einzelner Kandidaten zu Stande gekommen. So konnten an den Standaktionen die in der Stadt St. Gallen durchgeführt wurden zwei verschiedene Themenflyer wie auch Piraten-Buttons und Ballone verteilt werden. Plakate wurden erstellt und haben sogar ihre Aufmerksamkeit durch die "20min" gefunden und in Degersheim
wurde an einem Morgen Piratenbrötli an die Pendler verteilt.
Schlussendlich konnten wir am 11.03.2012 in beiden Wahlkreisen einen guten Stimmenanteil von jeweils 1.3% erreichen, womit wir sehr zufrieden sind. Die Erfahrungen und Lessons-Learnd wurden durch die Teilnehmer gesammelt und werden für die nächsten Wahlen aufbereitet. Wir haben einiges gelernt.
Ich bedanke mich hiermit nochmals bei allen Beteiligten für ihren Einsatz.
Vorstand
Der Vorstand, deren Mitglieder alle auch für den Kantonsrat nominiert waren, hat sich in diesem ersten kurzen Vereinszeitabschnitt vor allem im Wahlkampf beteiligt. Vorgängig und auch währenddessen wurde an den Kommissionssitzungen jeweils an den laufenden Geschäften gearbeitet und vor allem die einzelnen Arbeiten definiert und zugeteilt.
Ausblick 2012
Die Organisation im Vorstand und somit allgemein in unserer Sektion ist noch im Aufbau, es steht diesbezüglich noch einiges an Arbeit vor uns.
Die Definition der Ziele für das Vereinsjahr 2012 ist noch nicht abgeschlossen und können noch nicht präsentiert werden. Als Basis für die Ziele wurde aber als Vision bereits definiert, dass wir in vier Jahren im Nationalrat wie auch im Kantonsrat vertreten sein wollen.
Der Weg dorthin setzt bereits strategische Eckpunkte voraus. So muss die Piratenpartei allgemein bekannter gemacht werden und an Vertrauen in der Bevölkerung gewinnen, wie auch soll die Mitgliederbasis durch weitere neue Mitglieder gestärkt werden. Ein wichtiger Meilenstein werden die kommunalen Wahlen vom kommenden Herbst sein. Hier sollen
unsere ersten aktiven Politiker gewählt werden!
Ich freue mich auf ein weiteres Vereinsjahr mit spannenden Aufgaben die vor uns liegen. Gemeinsam werden wir uns weiterentwickeln und stärker werden, unsere Zeit ist gekommen.
Ich bin stolz, Pirat zu sein!
Videoempfehlung: Was ist ACTA!
Eine einfache Erklärung, wie ACTA funktioniert, die von Anonymus bereitgestellt wurde. Zugegeben, dies mag eine einseitige Darstellung von ACTA sein und soll kritisch beurteilt werden. Vor allem die Musik im Hintergrund hat schon fast etwas hypnotisches.
Aber einfach so an den Haaren herbeigezogen sind die Aussagen wohl kaum. Also setzt euch selber mit ACTA auseinander und informiert euch!



