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22Apr/124

Alles nur böse? Zeigen wir das Gegenteil! Hash-Tag #thx2piracy

Letzthin hat mir YouToube ein Video vorgeschlagen, dessen Musik mir sehr gefallen hat. Ich hab mir dann weitere Songs der beteiligten Band auf YouToube angehört. Diese haben mich überzeugt und ich habe mir auf iTunes zwei Alben von M83 gekauft (die ich übrigens sehr empfehlen kann).

Es wird wieder viel über das Urheberrecht diskutiert. Ein neu gegründeter Verein Musikschaffende hat sich zum Ziel gesetzt, die Rechte der Musikschaffenden zu vertreten.  Dahinter stehen einige bekannte Namen und wohl auch die Rechteverwerter. Denn als erstes wird erneut Sturm gegen illegale Downloads im Internet gemacht. Es wird wieder verlangt, dass hier mehr durchgegriffen und verhindert wird.

Aber zurück zu dem Geld, das ich für Musik ausgegeben habe. Ich wiederhole: Ich habe für Musik bezahlt. Das geht, solche Leute gibt es. Eigentlich hätte ich die Musik gar nie auf YouTube finden dürfen, denn die ist ja nicht legal dort. Eigentlich dürfte ich M83 also gar nicht kennen, eigentlich dürfte ich gar keine Musik von M83 besitzen. Wenn ich mir meine Musiksammlung ansehe (für die ich vorwiegend bezahlt habe!), dann habe ich einen grossteil der Bands erst mal über Quellen entdeckt oder angehört die aus Sicht der Musikschaffenden geschlossen werden sollen.

Aufruf: Erzählt von euren Käufen, Konzertbesuchen, etc. die ihr nur dank "illegaler" Quellen gemacht habt. Auf Twitter oder Facebook mit dem Hashtag #thx2piracy.

Die Idee ist am letzten Stammtisch der Piratenpartei SG AR AI gemeinsam mit Reto (@rettichschnidi) entstanden. Helft mit und verbreitet die Idee. So können wir zeigen, dass die neuen Technologien und Möglichkeiten auch neue Chancen bieten und nicht nur böse sind.

Kommentare (4) Trackbacks (1)
  1. /signed

    Fahre 6 Wochen in die Ferien und brauche daher Musik. Soeben, dank deinem Blogbeitrag, M83 und The Naked And Famous gekauft

  2. Ich finde die meisten Songs auf Spotify, welche ich danach – ganz konservativ – als CD kaufe. Jetzt stellt sich natürlich die Frage, ob hierfür der Hashtag eingesetzt werden sollte. Irgend wie ist es ja legal, ob die Künstler jedoch gebührend davon profitiert? Ich beantworte meine Frage gleich selber: Nein! Die Vergütung pro Song hat viele Nullen nach dem Komma, bis eine Zahl grösser Null kommt. Deshalb finden sich vermutlich einige Bands nicht oder nur sehr bescheiden auf Spotify (Adele, Rammstein, …). Aber vielleicht ist das der viel besungene Paradigmawechsel in der Musikindustrie. Und somit ist es vielleicht schon ein wenig #thx2piracy.

  3. In der Regel verbindet man die Urheberrechtsproblematik mit dem Download von Musik. Schwierig ist dies auch im Zusammenhang mit Bildern. Unzählige Menschen laden sich täglich Bilder jeder Art vom Internet und sind sich einer jeweiligen Urheberschaft meistens gar nicht bewusst. Meiner Meinung nach muss aber jeder und jede, die irgend ein, wie auch immer geartetes Bild aufs Netz lädt, damit einverstanden sein, dass es ab diesem Zeitpunkt zumindest virtuell der globalen Cyber-Bevölkerung kostenlos zur Verfügung steht (selbst auf die Gefahr hin, dass jemand mit dem Abdruck auf irgend eine Weise Geld damit verdienen kann). Der Mehrwert bzw. Nutzen für mich entsteht ja durch die kostenlose Verbreitung. Wenn ich als Künstler also bspw. ein Bild male und ich dieses (freiwillig) im Cyberspace veröffentliche, dann wird das Original, welches ja bis zu einem allfälligen Verkauf an eine/n Sammler/in stets in meinem Besitz verbleibt, dank der Verbreitung auf dem Internet wertvoller (ganz nach dem Motto: Wer in Zukunft berühmt sein will, muss dies über das Web erreichen).
    Zur Musik besteht aber ein gravierender Unterschied: Während man zwar ein Bildwerk durchaus als virtuelle oder eben ausgedruckte Erscheinung erfahren kann, besteht der wahre Genuss im Besitz desselben und in der dadurch intimen Betrachung (Beziehung) zwischen Subjekt und Objekt. Erst der Besitz etwa eines Kunstwerks erfüllt demnach die Sehnsucht und damit den Nutzen. Wenn Musik herunter geladen und gehört worden ist, dann hat sich ihr Nutzen bereits erfüllt, unabhängig, ob es sich quasi um ein bezahltes Original oder um ein nicht bezahltes Duplikat handelt. Ein auditives Musikstück lebt nämlich von der Reproduktion. Ein visuell erfahrbares Bild muss dies nicht unbedingt, um seinen Zweck zu erfüllen.

    • Das kann bei Musik ziemlich ähnlich funktionieren, ist aber sicher nicht ganz so einfach.

      Das Original wäre in diesem Fall das Konzert, der Live-Auftritt. Einige Musik die ich regelmässig höre, möchte ich gerne mal Live sehen und werde mir das auch einrichten, wenn dies irgendwie möglich ist. Vielleicht kauf ich mir auch ein T-Shirt und mache damit andere darauf aufmerksam.

      PS: Sorry, dass die Freischaltung so lange gedauert hat.


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