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1Aug/110

Datenschutz – betrifft mich nicht?

Der Begriff Datenschutz ist einer der Begriffe der eigentlich klar ist, soll man ihn aber erklären wird es dann doch etwas schwierig. Wikipedia sagt dazu:

Datenschutz bezeichnet den Schutz des Einzelnen vor dem Missbrauch personenbezogener Daten.

Beim Kanton St. Gallen heisst es:

Datenschutz bedeutet Schutz der Persönlichkeit und der Grundrechte von Personen, über die Daten bearbeitet werden.

Die Spackeria, über die ich vor kurzem geschrieben habe, definiert Datenschutz wie folgt:

Maßnahmen (z.B. in Form von Gesetzen), welche das Grundrecht auf informationelle Selbstbestimmung aufrechterhalten/garantieren.

Es geht also um den Schutz der Persönlichkeit in Form von persönlichen Informationen, die Dritte besitzen. Diese dürfen nicht weitergegeben und nicht missbraucht werden. Das tönt jetzt vielleicht etwas theoretisch, deshalb hier einige Beispiele:

Weitergabe von Daten

  • Eine Email- oder auch Postadresse die ich an kommunale oder kantonale Organe melden muss sollen nicht für Werbung (Spam) weitergegeben werden.
  • Die Akte die unser Hausarzt über uns angefertigt hat, soll in den meisten Fällen eher nicht in die Hände der Krankenkasse fallen.
  • Auch sollen die Krankenakten nicht unbedingt von einem zukünftigen Arbeitgeber eingesehen werden können.
  • Dann gibt's natürlich noch die Extremfälle, die für ihre Sicherheit oder Gesundheit darauf angewiesen sind, dass ihre Daten nicht weitergegeben werden (z.B. Frauen in Frauenhäusern).
  • Bankgeheimnis...

Missbrauch von Daten

Daten können in zweierlei Hinsicht missbraucht werden. Sie werden entweder nicht für ihren eigentlichen Zweck für den sie erhoben wurden verwendet. Oder sie werden mit weiteren Datensammlungen kombiniert und so angereichert.

  • Verwendung von Daten bei der Arbeit für persönliche zwecke (z.B. Betreibungs-/Steuerbeamte wenn sie eine Immobilie vermieten oder etwas verkaufen wollen).
  • Erstellung von Bewegungsprofilen durch Telekomanbieter anhand von Informationen der Mobiltelefone.
  • Verwendung von Daten die in Sozialen-Netzen preisgegeben werden (durch Facebook, Google, etc.) - aber Vorsicht, mit dem Kleingedruckten hat man bestätigt, dass die Daten verwendet werden dürfen ...

Daten können in zweierlei Hinsicht missbraucht werden. Sie werden entweder nicht für ihren eigentlichen Zweck für den sie erhoben wurden verwendet. Oder sie werden mit weiteren Datensammlungen kombiniert und so angereichert.

Man stelle sich verschiedene Kombinationen der nachfolgenden Daten(-sammlungen) vor:

  • Migros-Kumulus / Coop-Superpunkte (die alle Einkäufe gespeichert haben)
  • Krankendaten
  • Steuerdaten (Einkommen/Vermögen)
  • Abstimmung-/Wahlverhalten
  • Online-Fotosammlungen (Facebook, Fotobuch-Dienste, etc.), vor allem bei automatischer Gesichtserkennung
  • Bewegungsprofile

Das Thema ist also nicht ganz so einfach und betrifft jeden von uns, unabhängig wie er persönlich mit seinen Daten umgeht. Ich werde in nächster Zeit noch ein paar Überlegungen mehr zu dem Thema publizieren.

Falls es etwas gibt, womit ich mich im speziellen auseinandersetzen bzw. meinen Senf dazu abgeben soll, kann das gerne im Kommentar mitteilen. Ich werde versuchen darauf einzugehen.

Weiterführende Links:

 

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