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16Dez/110

Musik und Filme downloaden? Der Bundesrat sagt ja

Am 30. November 2011 hat der Bundesrat mitgeteilt, dass keine Anpassungen am bestehenden Urheberrecht nötig sei. Es handelt sich dabei um die Erfüllung eines Postulat aus dem Ständerat vom 2010, in dem beauftragt wurde zu prüfen ob Massnahmen gegen Urheberrechtsverletzungen nötig sind.

In der Untersuchung wurde festgestellt, dass bis zu einem Drittel der über 15-Jährigen Musik, Filme und Spiele herunterladen, ohne dafür zu bezahlen.

Viel wichtiger ist aber die Feststellung, dass der prozentuale Anteil am verfügbaren Einkommen, der für den Konsum in diesem Bereich ausgegeben wird, konstant bleibt. Da sich das Angebot aber ständig vergrössert, verlagern sich diese Ausgaben. Einsparungen, die durch den Download gemacht werden, werden auch im Unterhaltungssektor wieder eingesetzt. Anstatt dass dieses Geld in Musik oder Filme investiert wird, wird es für Konzerte, Kinobesuche und Merchandising verwendet.

Die eigentliche Ursache ist also wieder auf dasselbe Problem zurückzuführen wie in einigen anderen Situationen. Die Produktionsfirmen weigern sich mit der Realität zu gehen und sich dem veränderten Konsumentenverhalten anzupassen. Lieber investieren sie ihre Energie in sinnlose Unterfangen, ihr bestehende veraltete Strategie durchzusetzen.

Ich unterstütze den Entscheid des Bundesrats und freue mich über dies "reife" Einstellung. Es ist ein zukunftsweisender Entscheid und klarer Auftrag an die Industrie sich nicht gegen Veränderungen zu wehren sondern mit der Zeit zu gehen sich anzupassen. Eigentlich bedenklich, dass man das solch grossen Firmen sagen muss ...

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