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25Sep/117

2 Klicks für mehr Datenschutz

Überall auf Webseiten sieht man sie, die Facebook-, Tweet- und +1-Buttons, mit denen man seinen Freunden Inhalte empfehlen kann.

Es handelt sich dabei um Funktionen, die von den jeweiligen Netzwerkplattformen eingebunden werden. Das bedeutet, ohne dass der Betrachter etwas macht, werden bereits Daten an die Betreiber gesandt. So haben also Facebook, Twitter, Google und Co. die (bzw. eine weitere) Möglichkeit euer Verhalten im Internet zu archivieren und auszuwerten.

Dies ist aus Sicht des Datenschutzes natürlich nicht optimal. Vor allem da sich der Betrachter noch nicht einmal selber entscheiden kann ob er das will oder nicht, nicht ganz im Sinne der informationellen Selbstbestimmung.

Heise online hat hier mit dem 2-Klick-Verfahren Abhilfe geschaffen und dieses öffentlich zugänglich gemacht:

Das Konzept ist einfach. Standardmäßig bettet heise online deaktivierte Buttons ein, die keinen Kontakt mit den Servern von Facebook & Co herstellen. Erst wenn der Anwender diese aktiviert und damit seine Zustimmung zur Kommunikation mit Facebook, Google oder Twitter erklärt, werden die Buttons aktiv und stellen die Verbindung her. Dann kann der Anwender mit einem zweiten Klick seine Empfehlung übermitteln.

Ich bin über den Blog von Denis Simonet auf das Plugin aufmerksam geworden und hab es gleich installiert und damit die alte Variante abgelöst - dürft ihr natürlich gerne drücken :-). Ich empfehle für jeden WordPress-Blog hierzu nur noch das Plugin «2 Click Social Media Buttons» zu verwenden. Überlassen wir den Lesern die Wahl bezüglich ihrer Informationen!

Kommentare (7) Trackbacks (0)
  1. Vielen Dank für den Hinweis auf dieses Plugin.

    Meine Erfahrung in meiner Blog-Hütte – und auch bei Dir – hat gezeigt, dass es noch einigen Verbesserungsbedarf gibt. Oder wird bei Dir alles einwandfrei angezeigt und musstest nicht manuell “nachbessern”?

    Immerhin ist der Ansatz lobenswert und – so hoffe ich – bekommt der Macher die Darstellungsprobleme sicher auch noch in den Griff.

  2. Dies ergibt das Gefühl einer falschen Privatsphäre denn deine Seite sendet weiterhin ohne dem Benutzer es zu sagen Daten an: stats.wordpress.com, google-analytics.com, gravatar.com, dailybooth.com, edge.quantserve.com.

    Fu hast damit als primär die Dienste abgeschaltet/erschwert die am Benutzer am meisten nutzen bringen.

    • Danke für deine Ergänzung. Es gibt also noch einiges zu tun. Werde mich vor allem mit den Statistik-Plugins noch auseinandersetzen.
      Abgeschaltet sind die Dienste mit dem neuen Plugin nicht, aber wie du schreibst, ist nun die Verwendung erschwert. Wie bei Sicherheit und Datenschutz üblich, macht’s die Handhabung selten einfacher. Aber ein zusätzlicher Klick sollte meiner Meinung nach gut machbar sein.

      • Ich möchte an dieser Stelle auch kurz erwähnen dass ich es gut finde dass du dich damit auseinandersetzt.

        Als Webentwickler muss ich aber auch sagen dass das einbeziehen von externen Ressourcen das heutige Web erst ermöglicht (Beispiele: Google Maps API, Twitter API, Webfonts, Facebook Graph API etc.). Verticale Integration ist die Stärke des Webs aber auch die grösste Schwäche.

        Was mich an dem Plugin am meisten stört ist das sie das Facebook nicht zur Hand hatten ;)

        Btw. Facebook ist die grösste Google-Freiezone im Web (abgesehen von den seltenen reCaptcha bei der Registrierung (quasi ein bye bye Ping an Google)).

  3. Übrigens bei Heise online sind es: heise.ivwbox.de, ad-emea.doubleclick.net, pagead2.googlesyndication.com, *.ligatus.com, http://www.strato.de, adsfac.eu, heise.met.vgwort.de

    Natürlich nur ein Stichprobe.


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